Manthey EDV Beratung Berlin

IT-Sicherheits-Checkliste für KMU

5 Sofortmaßnahmen, die Ihr Unternehmen sofort vor den häufigsten Cyberangriffen schützen
✓ Kostenlos ✓ Sofort umsetzbar ✓ Keine IT-Vorkenntnisse nötig

Warum IT-Sicherheit für KMU besonders wichtig ist

Kleine und mittlere Unternehmen sind das häufigste Angriffsziel für Cyberkriminelle — weil sie wertvolle Daten haben, aber oft weniger geschützt sind als Konzerne. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind nicht kompliziert.

Mit diesen 5 Sofortmaßnahmen schließen Sie die gefährlichsten Lücken — viele davon in unter einer Stunde.

43%
aller Cyberangriffe zielen auf KMU
60%
der betroffenen KMU schließen innerhalb von 6 Monaten
95%
der Angriffe sind durch Basismaßnahmen verhinderbar
01

Passwörter: Stark, einzigartig, verwaltet

🔑 Zeitaufwand: 1–2 Stunden · Wirkung: Sehr hoch
  • Passwort-Manager einführen: Bitwarden (kostenlos, DSGVO-konform, für Teams geeignet) oder KeePass
  • Alle alten, schwachen oder wiederverwendeten Passwörter für wichtige Dienste durch neue, zufällige ersetzen (mindestens 16 Zeichen)
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle wichtigen Konten aktivieren: E-Mail, Microsoft 365, Bank, Cloud-Dienste
  • Mitarbeiter über neues Passwort-System kurz einweisen (10 Minuten reichen)

Tipp: Über 80 % aller erfolgreichen Angriffe beginnen mit einem kompromittierten Passwort. Ein Passwort-Manager ist die effektivste Einzelmaßnahme.

02

Updates: Automatisch und vollständig

🔄 Zeitaufwand: 30 Minuten · Wirkung: Sehr hoch
  • Windows Update auf "Automatisch" stellen — auf allen Geräten prüfen (Einstellungen → Update & Sicherheit)
  • Browser-Updates aktivieren: Chrome, Edge und Firefox aktualisieren sich meist selbst — einmal prüfen
  • Microsoft 365 oder Office: Auto-Update in den Office-Einstellungen aktivieren
  • Router-Firmware prüfen: Im Router-Admin-Panel nach Firmware-Updates suchen (oft vergessen!)
  • Windows 10-Geräte identifizieren und Migrationsplan erstellen (Support endete Oktober 2025)

Tipp: Ungepatchte Software ist der häufigste Einfallsweg für Ransomware. Updates schließen bekannte Sicherheitslücken, bevor Angreifer sie ausnutzen können.

03

Backups: Die 3-2-1-Regel umsetzen

💾 Zeitaufwand: 2–3 Stunden (Einrichtung) · Wirkung: Lebensrettend
  • 3 Kopien Ihrer Daten: Original + 2 Backups
  • 2 verschiedene Medien: z. B. externe Festplatte + Cloud (OneDrive, Nextcloud)
  • 1 Kopie extern: Mindestens eine Kopie physisch außerhalb des Büros (oder Cloud)
  • Backup automatisieren: Windows Sicherung oder dedizierte Software (Veeam Free, Duplicati) einrichten
  • Wiederherstellung einmal testen — ein Backup, das nicht wiederherstellbar ist, ist kein Backup

Ransomware-Schutz: Ein aktuelles, offline gespeichertes Backup ist der einzige zuverlässige Schutz gegen Erpressungssoftware. Nur dann müssen Sie kein Lösegeld zahlen.

04

E-Mail-Sicherheit: Phishing erkennen

📧 Zeitaufwand: 1 Stunde (Schulung) · Wirkung: Hoch
  • Mitarbeiter für Phishing sensibilisieren: "Nie auf Links in unerwarteten E-Mails klicken"
  • Absender-Domain prüfen: Die sichtbare Absenderadresse kann gefälscht sein — in den E-Mail-Header schauen
  • Spam-Filter in Microsoft 365 oder Google Workspace auf "Strikt" setzen
  • DKIM, SPF und DMARC für Ihre eigene Domain einrichten — verhindert Missbrauch Ihrer Domain für Phishing
  • Klare Regel für verdächtige E-Mails: Nicht öffnen, an IT weiterleiten, Kollegen informieren

Häufigste Angriffe: Gefälschte Rechnungen, "Ihr Konto gesperrt"-E-Mails, Paket-Benachrichtigungen. Im Zweifel: Direkt beim vermeintlichen Absender anrufen (nicht auf eine Nummer in der E-Mail!)

05

Zugriffskontrolle: Nur so viel wie nötig

👤 Zeitaufwand: 1–2 Stunden · Wirkung: Hoch
  • Lokale Windows-Konten: Mitarbeiter sollten keine Administrator-Rechte haben — nur Standard-User-Konto
  • Freigegebene Laufwerke prüfen: Jeder Mitarbeiter sollte nur Zugriff auf Ordner haben, die er braucht
  • Ausgeschiedene Mitarbeiter: Konten sofort deaktivieren — nicht nur das Windows-Login, auch E-Mail, Cloud, VPN
  • Gäste-WLAN einrichten: Kunden und Besucher niemals ins Firmen-WLAN lassen
  • Externe Dienste (Steuerberater, IT-Dienstleister): Eigene beschränkte Zugänge, kein Sharing von Admin-Passwörtern

Insider-Risiko minimieren: Nicht nur externe Angreifer sind eine Gefahr. Versehentliche Dateilöschung oder unbeabsichtigte Datenweitergabe durch Mitarbeiter sind häufige Ursachen für Datenverluste.

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