NAS vs. Cloud-Speicher: Was ist die bessere Lösung für Ihr Unternehmen?
Wenn es um die Speicherung von Unternehmensdaten geht, stehen viele Berliner KMU vor der gleichen Frage: Investieren wir in ein NAS (Network Attached Storage) im Büro oder nutzen wir Cloud-Speicher? Beide Lösungen haben klare Vor- und Nachteile — die richtige Wahl hängt von der Betriebsgröße, dem Budget und den Datenschutzanforderungen ab.
NAS-Server: Volle Kontrolle im eigenen Haus
Ein NAS ist ein netzwerkfähiges Speichergerät, das im Büro steht und über das lokale Netzwerk für alle Mitarbeiter erreichbar ist. Geräte von Synology oder QNAP sind besonders verbreitet. Die Vorteile:
- Einmalinvestition: Ein NAS mit zwei Festplatten (je 4 TB, RAID 1) kostet etwa 400–700 € — danach fallen nur noch Stromkosten an.
- Volle Datenkontrolle: Alle Daten bleiben physisch in Ihrem Unternehmen. Kein Drittanbieter hat Zugriff.
- Schneller Zugriff: Im lokalen Netzwerk sind Lese- und Schreibgeschwindigkeiten deutlich höher als bei Cloud-Diensten.
- DSGVO-unkompliziert: Da keine Daten das Haus verlassen, entfällt die Notwendigkeit eines AVV mit einem Cloud-Anbieter.
Die Nachteile: Ein NAS ist auf den Standort beschränkt. Für Homeoffice oder unterwegs braucht es zusätzliche Konfiguration (VPN oder NAS-eigene Remote-Zugriffslösung wie Synology QuickConnect). Und: Brennt das Büro oder wird eingebrochen, sind alle Daten weg — ohne zusätzliches Offsite-Backup.
Cloud-Speicher: Flexibel und standortunabhängig
Cloud-Speicher ist ideal für Teams, die verteilt arbeiten. Dateien sind sofort überall verfügbar, Zusammenarbeit ist einfach, keine Hardware-Wartung nötig. DSGVO-konforme Anbieter für Berliner Unternehmen sind Strato HiDrive, Hetzner Storagebox oder Nextcloud auf einem deutschen Hoster. Die laufenden Kosten (typisch 10–50 €/Monat für ein kleines Team) sind planbar. Der Nachteil: Im Vergleich zum lokalen NAS ist der Zugriff abhängig von der Internetverbindung. Bei großen Dateimengen (Video, CAD-Zeichnungen) kann das zum Flaschenhals werden.
Unsere Empfehlung: Hybrid ist oft am sinnvollsten
Für viele Berliner KMU ist ein hybrider Ansatz die beste Lösung: Ein lokales NAS für den schnellen Alltagszugriff auf große Dateimengen, kombiniert mit einem Cloud-Backup für die Datensicherung. Das ergänzt sich mit der 3-2-1-Backup-Strategie perfekt. Rein cloudbasierte Lösungen eignen sich besonders für Unternehmen mit mehreren Standorten oder starkem Homeoffice-Anteil, während Betriebe mit schnellem lokalem Netz und großen Dateimengen vom NAS profitieren.
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